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Brand-Katastrophe Ludwigshafen: Hat ein Schwelbrand das Feuer verursacht?

Brand-Katastrophe Ludwigshafen:

Hat ein Schwelbrand das Feuer verursacht ?

Von Andreas Klamm

Ludwigshafen/Gaziantep/Ankara/New York. Ein längerer Schwelbrand unter der Kellertreppe könnte nach Informationen der Bild-Zeitung in der Donnerstags-Ausgabe vom 28. Februar die Ursache für die Brandkatastrophe in Ludwigshafen am Rhein am 3. Februar sein. Bei der schlimmsten Brandkatastrophe in der Geschichte der Stadt sind drei Frauen, fünf Kinder und eine schwangere Frau mit ihrem noch ungeborenen Kind türkischer Herkunft ums Leben gekommen, 60 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, darunter auch 16 Polizeibeamte und ein Feuerwehr-Beamter.

Private Ersthelfer, Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr konnten das Leben von 43 Menschen retten. Mehr als 500 Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Brandkatastrophe führte wegen entstandener möglicher Spekulationen über einen Brandanschlag zu Spannungen in den türkischen-deutschen Beziehungen.

Nach Prüfung des von der Staatsanwaltschaft erwartenden Berichtes solle entschieden werden, ob eine weitere Nachprüfung notwendig werden könnte. In einem Gutachten nehmen die Brandsachverständigen unter anderem auch Stellung zum Alter des 110 Jahre alten Hauses und zur elektrischen Anlage.

Noch keinen Termin für die Vorlage eines psychologischen Gutachtens gibt, es laut Informationen des leitenden Oberstaatsanwaltes Lothar Liebig, zur Aussage zweier Kinder (8 und.9 Jahre), die im Haus lebten und einen Mann beobachtet haben wollen, der möglicherweise Brandstiftung begangen haben könnte. Die beiden Kinder berichteten zahlreichen türkischen und deutschen Medien, dass diese einen Mann beim Zündeln beobachten haben wollen. Diese Angaben sind zur Zeit der einzige konkrete Hinweis auf eine mögliche Brandstiftung.

Nach der heutigen Erkenntnislage sei das Feuer infolge des Schwelbrandes unter der zweiten bis dritten Kellerstufe ausgebrochen. Ein technischer Defekt komme nicht in Frage, da in diesem Bereich keinen elektrischen Stromleitungen verlaufen. Was zur Entstehung des Schwelbrandes führte, der sich über 15 Minuten bis zu 3 Stunden entwickelt haben könnte, ist weiterhin unbekannt.

Mehr als 100 Fotos und Videos einer nahen Parkplatz-Kamera sowie von Teilnehmer eines Karnevalsumzugs am Unglückstag in der Nähe des Hauses brachten keine weiteren konkreten Spuren.

In den Nachfolgen der Krisenbewältigung zur schwersten Brandkatastrophe in der Geschichte der Stadt machte der Bürgermeister der türkischen Stadt Gaziantep, Asim Güzelbey, (rund 1,6 Millionen Einwohner) an die Stadt Ludwigshafen (rund 170.000 Einwohner) in Deutschland das Angebot einer Städtepartnerschaft. Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse begrüßte ein derartiges Angebot, das ihr vor einer Woche nur aus der Presse bekannt war. Über die Annahme der Städtepartnerschaft müsse ihr Stadtrat entscheiden, informierte die Oberbürgermeisterin.

Für die Opfer und Überlebenden des Großbrandes wurde von der Stadt Ludwigshafen ein Spendenkonto eingerichtet. Die Hilfsbereitschaft von Menschen deutscher Herkunft und Firmen in der Stadt Ludwigshafen am Rhein und in der Region war überwältigend groß. Bislang wurden von mehr als 1.600 Spender rund 194.000 Euro gespendet (Stand: 25. Feburar) .Konto 19 11 38 544 BLZ 545 500 10 (Sparkasse Vorderpfalz), Bezeichnung, Stadt Ludwigshafen Brandopfer, Angebote für Sachspenden, Tel. 0621 504 3031.

Türkische Familie helfen Kamil K. (32), der mit seiner Tochter das Feuer überlebte, doch allerdings seine Ehefrau und einen Großteil seiner Familie in der Flammen-Tragödie verloren hat. Kamil. K. Rettete gemeinsam mit einem Polizei-Beamten türkischer Herkunft das neun Monate junge Baby Onur mit einem Wurf aus dem 4. Stock des brennenden Hauses.

Ein Sonder-Dokumentation zur „Brandkatastrophe in Ludwigshafen“ mit zahlreichen Texten und Fernseh-Beiträgen ist bei www.britishnewsflash.de zu finden.

3mnewswire.org

28.2.08 10:45

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